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Neuste Nachrichten:

Konsistente Realisierung von ITRS und ICRS

Am DGFI wurden erstmalig das Internationale Terrestrische Referenzsystem (ITRS) und das Internationale Zälestische Referenzsystem (ICRS) konsistent realisiert. Dafür wurden die beiden Referenzrahmen (TRF und CRF) in einer Ausgleichung zusammen mit den Erdorientierungsparametern (EOP), die eine Transformation zwischen beiden Rahmen erlauben, geschätzt. Bislang erfolgte die Realisierung von ITRS und ICRS separat an verschiedenen Institutionen.

In unsere Lösung wurden die Daten der Beobachtungsverfahren Very Long Baseline Interferometry (VLBI), Satellite Laser Ranging (SLR) und Global Navigation Satellite Systems (GNSS) verwendet. Die in der Lösung enthaltenen Parameter sind Stationskoordinaten, Quellenkoordinaten und die EOP (Koordinaten des terrestrischen und des zälestischen Poles, UT1-UTC sowie die zeitlichen Ableitungen dieser Parameter). Insgesamt wurden etwa 45.000 Parameter geschätzt. Die Ergebnisse wurden auf verschiedenen internationalen Konferenzen präsentiert und erste Ergebnisse in einem Paper veröffentlicht [mehr].

Wirbelauflösende Zeitreihe der Meerestopographie

Durch Kombination der neuesten Schwerefelder von GOCE mit multi-Missions Satellitenaltimetrie ist es erstmalig möglich meso-skalige Strukturen der Meerestopographie (Englisch: dynamic ocean topography, DOT) aufzulösen. Die am DGFI entwicklete "Profil-Methode"  erzeugt Topographie-Profile für individuelle Bodenspuren beliebiger Altimetersatelliten. Anschließend können die Profile (z.B. für alle 10 Tage) auf ein Gitter interpoliert werden, so dass eine DOT Zeitreihe von 1993 bis jetzt entsteht. Die Animation zeigt das geostrophische Geschwindigkeitsfeld dieser Zeitreihe für den Süd-Atlantik und Agulhas-Strom mit intensiver Wirbekbildung. [more…]

Ausweitung der Multi-Missions-Kreuzungspunktanalyse auf Cryosat-2

Die ersten Daten der Altimetermission Cryosat-2, die hauptsächlich zur Beobachtung von Eisgebieten konzipiert wurde, wurden jetzt in die Multi-Missions-Kreuzungspunktkalibration (MMXO) des DGFI integriert. Die Analysen zeigen eine gute Datenqualität für die Low Resolution Mode (LRM) Daten, einen Streckenfehler von ca. -59 cm sowie einen Zeitfehler von etwa 11 ms auf. Mit 2.6 cm RMS der radialen Fehler erreicht die Datenqualität noch nicht ganz das Niveau von Jason und Envisat ist aber sehr vielversprechend. [Mehr].

Gründung des „Centrum für Geodätische Erdsystemforschung“ (CGE)

Foto: A. Heddergott

Am 28. Oktober 2010 wurde ein Vertrag zur Gründung des Centrum für Geodätische Erdsystemforschung (CGE) unterzeichnet. In diesem Centrum bündeln das DGFI, der Bereich Geodäsie der Kommission für Erdmessung und Glaziologie (KEG) der BAdW, das Institut für Astronomische und Physikalische Geodäsie (IAPG) und die Forschungseinrichtung Satellitengeodäsie (FESG) der TUM ihre Expertise. Ziel ist die gemeinsamen Forschung auf dem Gebiet des globalen Wandels durch Messung der Veränderungen in der festen Erde, den Ozeanen, den Eiskappen und der Atmosphäre sowie die Analyse dieser Veränderungen bezüglich der verursachenden physikalischen Prozesse. [Mehr]

Geodätische Ergebnisse zum Erdbeben in Chile (27.02.2010)

Um die Auswirkungen des Erdbebens in Chile auf den Referenzrahmen für die Amerikas (SIRGAS) zu schätzen, rechnete das SIRGAS-Analysen- zentrum am DGFI Zeitreihen für tägliche Stationspositionen zwischen dem 21. Februar und 6. März 2010 für eine Auswahl von kontinuierlich beobachtenden SIRGAS-Stationen. Die Ergebnisse zeigen, dass die GPS-Station CONZ (Concepción, Chile) sich zunächst (am 27-02-2010) 2,9 m in Süd-West-Richtung bewegte. In der Woche nach dem ersten Erdbeben wurden post-seismische Bewegungen von mehr als 10 cm erkannt. Andere GPS-Stationen, die zwischen den Breitengraden 30° S bis 40 °S installiert sind, weisen auch erhebliche Verschiebungen auf. [Mehr].

 

Eigenschwingungen der Erde

Die Eigenschwingungen, die durch eine Auslenkung aus der Ruhelage entstehen, werden von Erdbeben mit einer Magnitude größer als 6,5 auf der Momentenskala angeregt. Nach dem rießigen Offshore Maule Erdbeben in Chile am 27.02.2010 mit einer Magnitude von 8,8 auf der Momentenskala wurden eben diese Eigenschwingungen angeregt.

Der Frequenzbereich, indem Eigenschwingungen auftreten, liegt zwischen 0,3 mHz, was einer Periode von circa 54 Minuten entspricht, und 20mHz, was einer Periode von 50 Sekunden entspricht. [Mehr]

ITRF2008 solution of DGFI (DTRF2008) is now available

DGFI as one of the ITRS Combination Centres of International Earth Rotation and Reference System Service (IERS) has completed the computation of the International Terrestrial Reference Frame 2008 (DTRF2008). DTRF2008 is an independent solution, based on the same input data as ITRF2008, which is computed by the IERS Combination Centre at IGN, Paris, and provided by the IERS Product Centre at IGN in May 2010. The difference between both solutions is the combination strategy: while a combination of solutions is performed at IGN, DGFI computation is based on the combination of normal equations.

The DTRF2008 is a global terrestrial reference frame containing the station coordinates of 559 GPS, 106 VLBI, 122 SLR and 132 DORIS stations. The reference epoch for station positions is 2005-01-01, 0:00 UTC. Earth orientation parameters (EOP), i.e., coordinates of the terrestrial and the celestial pole, UT1-UTC and length of day (LOD), are simultaneously solved with the station coordinates. The time series of EOP covers the period from 1983 until the end of 2008. The solution is available in different file formats at ftp.dgfi.badw.de/pub/DTRF2008. A short description of the solution is given in the local SINEX file.


Animationen der Kinematik
des Mittleren Meeresspiegels
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Webapplikation zur Berechnung
kinematischer Plattenbewegungen
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