Das DGFI Forschungsprogramm für die Periode 2011-2014 wurde in Anlehnung an die allgemeinen Zielsetzungen des Centrums für geodätische Erdsystemforschung (CGE) aufgestellt und im November 2010 vom Wissenschaftlichen Beirat begutachtet.
Mit diesem Forschungsprogramm trägt das DGFI als Mitglied des CGE zur geodätischen Erdsystemforschung bei. Diese befasst sich mit Vermessung und Modellierung der Komponenten des Erdsystems, deren Eigenschaften und Prozesse sich in geodätischen Messverfahren abbilden. Dazu gehören das zeitvariable Schwerefeld, die Rotation der Erde, die Gezeiten der festen und flüssigen Erde, das Deformationsverhalten des Erdkörpers, der globale Wasserkreislauf, Verteilung und Verlagerungen von Massen, sowie Vorgänge in Ionosphäre und Troposphäre. Nahezu alle Messreihen werden durch diese Prozesse beeinflusst. Die hohe Präzision und Redundanz geodätischer Messungen erlaubt es, Rückschlüsse auf diese Prozesse zu ziehen, sie genauer zu beschreiben und die metrologische Grundlagen für lange, konsistente klimarelevante Zeitreihen zu schaffen.
Dieser Zielsetzung folgend gliedert sich das Forschungsprogramm in folgende Forschungsbereiche:
- Geometrische Verfahren
- Schwerefeld
- Erdsystemmodellierung
- Methodische Grundlagen
- Neue Technologien
Jeder dieser Forschungsbereiche ist weiter untergliedert in Themen, die ihrerseits Aufgaben und (Drittmittel-)Projekte enthalten. Der Forschungsbereich Neue Technologien wird z.Zt. ausschließlich von CGE-Partnern bearbeitet.