Regionale Verdichtungen (z. B. EUREF in Europa, SIRGAS in Lateinamerika, etc.) des globalen Referenzahmens ITRF sind notwendig, um den Zugang zu diesem Rahmen zu verbessern und damit die Grundlage für sämtliche Positionierungs- und Navigationsverfahren zu gewährleisten. Diese regionalen Verdichtungen stellen sicher, dass terrestrische Referenzstationen und Satellitenbahnen sich auf dasselbe Bezugssystem beziehen, um die Präzision der Messungen voll auszuschöpfen. Die Datumsfestlegung bei regionalen Netzen ist problematisch, da sie wegen ihrer geringen Ausdehnung gegenüber systematischen Fehlern durch physikalische Einflüsse besonders empfindlich sind. Darüber hinaus werden die Referenzrahmen heute durch Stationspositionen realisiert, die auf eine bestimmte Epoche bezogen sind und durch konstante Geschwindigkeiten auf andere Epochen transformiert werden. Die Vernachlässigung von saisonalen Effekten und anderen Bewegungen, die nicht linear sind, erzeugt Deformationen in den geodätischen Netzen und macht deren Zuverlässigkeit unzureichend, um sie als Referenzrahmen anzuwenden. Demzufolge sind es Hauptziele dieser Aufgabe, die beste Strategie für die Datumsfestlegung und die Kombination der Beobachtungen in regionalen Referenzrahmen zu definieren, sowie die Modellierung ihrer Kinematik zu verbessern.