Mit der Satellitenaltimetrie und den Schwerefeldmissionen können sowohl die Meeresoberfläche als auch das Geoid mit höchster Genauigkeit bestimmt werden. Die geringen Abweichungen zwischen Meeresoberfläche und Geoid (ca. +- 2m), die sogenannte Dynamische Ozeantopographie (DOT), bildet sich durch die Oberflächenströmungen aus. Kennt man die DOT, lassen sich durch Assimilation in numerische Modelle Massen- und Wärmetransporte abzuschätzen.
GEOTOP, ein gemeinsames DFG Projekt von Geodäten und Ozeanographen, zielt auf eine genauere Beschreibung des absoluten, zeitlich variablen, dreidimensionalen Geschwindigkeitsfeldes der Ozeanzirkulation und die Bestimmung der zugehörigen Massen- und Wärmetransporte. Dabei wird ein Zirkulationsmodell eingesetzt und eine geodätische Schätzung der dynamischen Ozeantopographie (DOT) assimiliert.
Das DGFI hat Methoden entwickelt, um die DOT direkt auf den Spuren der Altimetersatelliten zu bestimmen. Dabei werden identische Filter auf Geoid und Meereshöhen angewendet. Mit den neuesten GOCE Schwerefeldmodellen und der Multi-Missions-Altimetrie werden meso-skale Strömungsmuster (Eddies) mit einer räumlichen Auflösung bis zu 70 km erkennbar.